Howl (DVD)

Originaltitel: Howl
Land / Jahr:
Großbritannien 2015
Freigabe: Ab 16 Jahre
Regionalcode: 2 PAL
Laufzeit: 89:28 Minuten
Bild: 2,35:1 (16:9 anamorph)
Ton: Dolby Digital 5.1
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Regie: Paul Hyett
Drehbuch: Paul Hyett
Darsteller: Ed Speleers, Holly Weston, Elliot Cowan, Amit Shah, Sam Gittins, Shauna Macdonald, Duncan Preston, Ania Marson, Rosie Day, Calvin Dean, Sean Pertwee, Brett Goldstein u.a.
Vertrieb: Capelight Pictures

Extras: –

Handlung:
Wieder einmal muss Joe die Nachtschicht schieben als Schaffner im Regionalzug. Wenigstens ist Kollegin Ellen mit von der Partie, auf die Joe heimlich ein Auge geworfen hat. Diesmal jedoch verläuft die Fahrt alles andere als wie geplant. Auf freier Strecke prallt der Zug auf einen Hirsch, der Zugführer sieht nach dem Rechten und kehrt nicht zurück. Als die Passagiere ungeduldig werden und zu Fuß zum nächsten Bahnhof wollen, stolpern sie erst über die übel zugerichtete Leiche des Zugführers und werden dann von einem (Wer-)Wolf attackiert.

Handlung:

Das wurde aber auch mal wieder Zeit, nach einem grausigen, verweichlichten Dreiteiler, dessen Namen es nicht wert ist genannt zu werden und einer ziemlich durchgeknallten Trashperle, gibt es mit HOWL mal wieder einen besseren Film über die lykanthropen Gestaltwandler…

Gut, man muss zu Anfang gleich eines schreiben, Regisseur Paul Hyett hat das Gerne nicht neu erfunden und revolutioniert. HOWL ist im großen und ganzen ein klassischer Horrorfilm mit Werwolf-Thematik, typisch gestaltet und inziniert. Die Handlung ist schnell erzählt, auch hier bewegen wir uns auf alt bewehrten Boden. In diesem Fall trifft es eine Anzahl reisender Personen in einem Nachtexpress, dieser bleibt bei regnerischen Nachtstunden in den Weiten der englischen Waldlandschaft stehen. Wie der Zufall es so will, stehen die Passagiere nun nicht nur mit einer Panne im Wald, sondern auch auf der Speisekarte einiger wilder Werwölfe die ihre Beute bereits gewittert haben und sich auf die Jagd machen.

Regisseur Paul Hyett hat bereits auf sich aufmerksam gemacht, erinnern wir uns an den schweren und extremen Abstieg in die seelischen Abgründe des menschlichen seins, an SEASONING HOUSE. Mit HOWL drosselt der Regisseur etwas das Tempo an visueller Gewalt und Exzesse, und wendet sich einer klassischen Kreatur des Horror zu. Der Film braucht seine Zeit bis dieser in die Gänge kommt, in erster Linie beschäftigt man sich zu Anfang mit den verschiedenen Charaktäre. Allen voran mit Schaffner Joe, gespielt von Ed Speleers. Sobald die Durststrecke überwunden wurde, versucht Hyett dem Film die klassische Atmosphäre eines Werwolf-Films zu vermitteln. Klassische Elemente wie dunkle, vernebelte Wälder, ein kräftiger Vollmond und viel Geheule, die typische Rezeptur. Es funktioniert zwar dem Film eine gewisse Spannung zu verleihen, alleine durch das „Katz und Maus“ Spiel der Llykanthropen mit den Menschen, und doch hat man immer irgendwie das Gefühl und den Nebeneffekt das man alles schon kennen würde. Sicher, spannend und technisch ist die Hatz mit den Pelzmonstern gelungen, die Atmosphäre ist stimmig und doch vertraut. Hinzu kommt, das Paul Hyett die Wesen nach seinem eigenen Bild geschaffen hat. So wirken die Wesen teilweise wie stark behaarte Vampire. Aber gut, dass muss ja nun nichts schlechtes bedeuten, oder?

Wenn man vom Härtegrad eines SEASONING HOUSE ausgeht, wo Hyett nicht gerade zimperlich war, so fährt man hier bzgl. Gewaltelemente eher im seichten Gewässer. HOWL spielt seine Mordsequenzen hauptsächlich im Off aus, leider. Trotz gut erzeugter Atmosphäre und schauspielerischen Leistungen schafft HOWL es dennoch nicht sein volles Potential auszuschöpfen. Der finale Schlag will einfach nicht sitzen und dies, wo doch so einige Möglichkeiten dazu gegeben waren. Der Film hält bis zum Schluss ein solides Level und bleibt sich entsprechend treu und geht auf Nummer sicher. In Anbetracht dessen, dass eben dieses Genre eher minder bestückt ist was gute Filme angeht, kann man HOWL als Lichtblick in eben dessen bezeichnen. Darüber hinaus ist der Film allerdings nur solide Horrorkost, definitiv nicht schlecht aber auch keine Überraschung. Kann man sich anschauen und man hat auch seinen Spaß, erwarten darf man aber nichts großes und neues. Schade, vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach nur zu hoch?!

Author: Dunkelkino
Dunkelkino | Das kontroverse Onlinemagazin

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