Originaltitel: Lost After Dark
Land / Jahr: Kanada 2014
Freigabe: Ab 18 Jahre
Regionalcode: B PAL
Laufzeit: 80:48 Minuten
Bild: 1,78:1 (1080/24p)
Ton: DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Regie: Ian Kessner
Drehbuch: Ian Kessner
Darsteller: Robert Patrick, David Lipper, Elise Gatien, Eve Harlow, Kendra Timmins, Sarah Fisher, Stephan James, Justin Kelly, Rick Rosenthal, Alexander Calvert, Jesse Camacho, Michael Vincent Dagostino u.a.
Vertrieb: Mad Dimension
Extras: Trailer
Handlung:
Irgendwann in den frühen 1980ern: Eine Gruppe von Teenagern möchte in Ruhe einen draufmachen. Als Lokalität wählt man die Waldhütte eines Jägers, auf deren Schlüssel eines der Mädchen Zugriff hat. Als Transportmittel dient der Schulbus, den man kurzerhand in einer kühnen Transaktion unter der Nase des Dekans entwendet. Doch auf halber Strecke geht der Sprit zur Neige, und die Kids müssen Obdach suchen auf einer nur scheinbar verlassenen Farm. Dort treibt, was keiner ahnt, ein alteingesessener Kannibalenclan sein Unwesen.
Handlung:
Retrostyle ist derzeit (wieder) voll angesagt und auch LOST AFTER DARK wurde im Zuge dessen, geschaffen. Was ganz nach meinen Geschmack ist, scheinbar aber nicht zur Freude einiger Cineasten. Aus mir nicht erklärlichen Gründen wird der Film schlechter gemacht, als dieser eigentlich ist. Im Gegenteil, ich persönlich kann die negative Kritik nicht nachvollziehen…
LOST AFTER DARK spielt bewusst mit den allseits bekannten Klischees der wunderbaren Jahre und stellt eine kleine Hommage an das heiß geliebte Genrekino dar. Was braucht es mehr als ein paar notgeile Teenager, ein geklauter Schulbus, eine abgelegenes Farm mit dunkler Vergangenheit und einen, mit einer militärischer Laufbahn versierten, Schuldirektor? Richtig, es reicht völlig aus um einen stimmigen Slasher zu kreieren, natürlich mit passender Retroatmosphäre. Es bedarf hier eigentlich auch keiner großen Worte was die Handlung anbelangt, es Verhältnis sich hier alles im klassischen Muster und durch einen bekannten Handlungsablauf. Sicher, der eine oder andere Cineast wird jetzt sicher mit dem Kopf schütteln und mit dem „Immer-wieder-das-Gleiche“-Gedanken spielen. Gut, in gewisser Weise hat man damit auch recht, mit letzteren. Dennoch, mit LOST AFTER DARK kommt eine netter Genrevertreter daher, der nicht im Einheitsbrei versinkt wie viele, andere Werk welche den gleichen Versuch gestartet haben. Den wolllustigen Teenagern wird recht zügig nach dem Leben getrachtet, was zur Folge hat, dass wir uns nicht mit nutzlosen Lückenfüllern beschäftigen müssen. Eines meiner größten Probleme bei Retrofilmen ist es immer, dass sich der erwartete Härtegrad nicht erfüllt. Es wird immer gerne mit großen Parolen gepriesen und am Ende ist es dann doch mehr Schein als wirklich Sein. LOST AFTER DARK hingegen weiß zu gefallen und bietet doch einige nette Momente. Klar, wir bekommen hier keinen neue Torture Porn Perle serviert, dies soll(te) es aber auch nicht sein. Nein, wir bekommen einen stimmigen Slasher im alt Stil geboten, dieser wirkt nicht semiprofessionell und hat seinen eigenen Charm der zu gefallen weiß. Das man sich nicht ohne Sticheleien bei den Zuschauern verabschiedet, dass dürfte bei solche einen Film klar sein. Entsprechend hat man doch glatt mal bei einem Klassiker geklaut, offensichtlich und bewusst. Kann man aber schon fast ohne Schmunzeln gelten lassen, ist es vielmehr eine Ehrerweisung.
Mit einem ziemlich ansprechenden Cover, steht die deutsche Blu-ray und DVD Auswertung dann auch schon im Handel. Mad Dimension ist sich seiner Sache bewusst und liefert uns entsprechend dessen, eine gute Veröffentlichung ab. Gut, in Sachen Bonusmaterial hätte man sich schon noch was einfallen lassen können, da gibt es bestimmt noch was. Ansonsten ist die Blu-ray nicht zu beanstanden, macht einen guten Eindruck und lässt sich wunderbar in die heimische Sammlung integrieren. Freunde des gepflegten Slasherfilm können hier ruhig mal einen Blick riskieren, man macht nicht wirklich was falsch. Schöner Film!



