Knock Knock (DVD)

Originaltitel: Knock Knock
Land / Jahr:
USA 2015
Freigabe: Ab 16 Jahre
Regionalcode: 2 PAL
Laufzeit: 96:04 Minuten
Bild: 2,40:1 (16:9 anamorph)
Ton: Dolby Digital 5.1
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Regie: Eli Roth
Drehbuch: Eli Roth
Darsteller: Keanu Reeves, Lorenza Izzo, Ana de Armas, Ignacia Allamand, Aaron Burns, Colleen Camp u.a.
Vertrieb: Constantin Film

Extras: Trailer

Handlung:
Der Architekt und Familienvater Evan Webber hat gerade gewissermaßen sturmfreie Bude, als es spät abends an der Tür klingelt und zwei vom Regenwetter schwer zerzauste attraktive junge Damen davor stehen. Die möchten nur kurz ihre Sachen trocknen und dann weiterziehen zur Party. Weil Evan ein netter Kerl ist, lässt er sie herein, was er kurze Zeit später jedoch schon bitter bereut. Denn die Mädels entpuppen sich als destruktive Biester, die es es gezielt auf ihn abgesehen haben, und seine Integrität zu zerstören gedenken.

Handlung:

Wenn aktuell der Name Eli Roth auf einem Cover steht, dann regiert erst einmal helle Aufregung. Auch, und hier ganz besonders, beim neuesten Streich des umstrittenen Regisseurs…

Eines kann man schon jetzt sagen, KNOCK KNOCK ist definitiv der ungewöhnlichste Film, der bis jetzt von Eli Roth geschaffen wurde. Hier kehrt der Regisseur zum ersten mal dem Torture Porn den Rücken zu und wendet sich dem Home Invasion Genre zu. Ja und wie nicht anders zu erwarten war, wird auch hier die Fangemeinde mal wieder in zwei Lager unterteilt. Der Splatterfan wird hier definitiv nicht bedient und kommt nicht auf seine Kosten, dies ist allerdings auch kein Geheimnis gewesen und wurde von Roth bereits zu Anfang bestätigt. Wer hier einen Film in HOSTEL Manier erwartet, der ist fehl am Platz.

Home Invasion, dieses Genre bedient sich in der Vergangenheit großer Beliebtheit. Dieser Sympathie hat sich nun eben auch Eli Roth bedient und schuf seine ganz eigene Interpretation des Genres, entstanden ist dabei ein Ritt auf Messers Schneide. Warum? So interessant, spannend und gut KNOCK KNOCK auch insziniert wurde, so durchsichtig ist der Film dann auch wieder. Die Story ist klassisch gestrickt, der Familienvater Evan hat das Haus für sich allein, seine Frau und Kinder sind verreist. Plötzlich, wie aus dem nichts, stehen zwei junge Damen, total durchnässt und frierend vor seiner Haustür und ersuchen nach Unterschlumpf bei diesem Sauwetter. Trotz anfänglicher Skepsis lässt Evan die jungen Dinger dann doch ins Haus, gibt ihnen trocke Sache und erlaubt Ihnen, bis zum eintreffen des gerufenen Taxis, seine Dusche zu benutzen. Joa, und dann passiert es… Evan lässt sich verführen und das Unheil nimmt seinen Lauf. Am nächsten Morgen bereut er alles doch damit nicht genug, die Damen beginnen langsam aber sicher Evan zu terrorisieren denn es scheint wohl so als wenn die Damen noch minderjährig sind und die Zwickmühle in der Evan nun steckt, scharmlos auszunutzen, davon verstehen die beiden Weiber nämlich was.

So, und nun stehen wir wieder vor dem allseits bekannte Scheideweg, der eine fällt zugunsten von Eli aus, der andere eher erweist sich eher zum Gegenteil. KNOCK KNOCK ist an und für sich, ein ordentlich insziniertes Werk. Allen voran muss man hier Keanu Reeves hervorheben, spricht man dem Schauspieler sonst gerne mal eine monotone Mimik und kühles Schauspiel zu, so liefert Reeves hier doch ein ansehnliche Leistung ab. Ob man hier nun Mitleid mit seinem Charakter haben sollte oder nicht, dies muss jeder für sich selbst entscheiden. Lorenza Izzo und Ana de Armas bekommen hier den Schlampenstempel aufgerückt, wohl verdient möchte ich mal behaupten. Die beiden Damen giften ordentlich rum und auch sonst haben die beiden ein paar Schrauben locker, was mit man mit fortlaufender Handlung aus deutlich erkennt.

KNOCK KNOCK ist ein interessanter, teils spannender Home Invasion Thriller, allerdings mit einer großen und nicht unwichtigen Frage… warum machen die beiden Damen das überhaupt? So unterhaltsam einige Szenen auch sind, die Darsteller eine überwiegend gute Leistung abliefern, die Beweggründe des Handels, der beiden Damen, die sind leider nicht ersichtlich. Gut, man bekommt die Info, die beiden hätte Evan ausspioniert, nur warum? Genau das ist der Bruch in diesem Film, wir bekommen keine rationale Erklärung für ihr Treiben und somit wird der Zuschauer ebenfalls in Regen stehen gelassen, unwissend un planlos. Man kann natürlich seine eigenen Ideen nun hinein interpretieren aber ob das nun Sinn und Zweck ist, ich möchte es mal bezweifeln. Schade, mit solch einen Querschläger degradiert sich der Film selbst und verschenkt wertvolles Potential. Potential das gegeben wäre und nur hätte benutzt werden müssen. So bleibt KNOCK KNOCK letztlich doch auf der Strecke, selbstverschuldet. Man hätte mehr aus dem Film machen können, viel mehr und dann hätte es auch geklappt!

Author: Dunkelkino
Dunkelkino | Das kontroverse Onlinemagazin

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