Sasori Vol. 1 – Scorpion (DVD)

Originaltitel: Joshû 701-gô: Sasori
Land / Jahr:
Japan 1972
Freigabe: Ab 18 Jahre
Regionalcode: 2 PAL
Laufzeit: 86:54 Minuten
Bild: 2,35:1 (16:9 anamorph)
Ton: Dolby Digital 2.0 Mono
Sprache: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Regie: Shun’ya Itô
Drehbuch: Shun’ya Itô
Darsteller: Meiko Kaji, Rie Yokoyama, Isao Natsuyagi, Fumio Watanabe, Yayoi Watanabe, Yôko Mihara, Akemi Negishi, Hideo Murota, Emi Jo, Chie Kobayashi u.a.
Vertrieb: Rapid Eye Movies

Extras: Trailer, Bildergalerie

Handlung:
Betrogen und gepeinigt von ihren Geliebten, den Polizeioffizier Sugimi (Isao NATSUYAGI), sitzt Gefangene #701, Nami Matsushima (Meiko KAJI), in einem der härtesten und gefürchtetsten Frauenzuchthäuser Japans. Gedemütigt von den Aufsehern und gequält von sadistischen Mitinsassinen, wird Nami zu Sasori, der Skorpion. Sie wartet und duldet die Schmach, um dann plötzlich ihre Beute anzugreifen und den Stachel zur tötlichen Waffen einzusetzen. Sasori ist getrieben von Rachen und bereit alles zu wagen. Die Wärter sehen nur einen Ausweg, Nami muss verschwinden, Um jeden Preis. Doch so einfach ist ein Skorpion nicht zu vernichten!

Handlung:
Keine Frage, SASORI – SCORPION ist wegweisend für viele, große Filme gewesen und Inspirationsquelle, eifriger Filmschaffender. Und dennoch ist SASORI – SCORPION unerreicht in seiner Art und Weise. Basierend auf der Mangavorlage von Tooru Shinohara, hat SASORI – SCORPION, erster von vier Teilen, all das, was das damalige Exploitation-Genre ausgemacht hat. Kustvolles Arthouse Kino trifft auf Sex, Gewalt und Drama.

Das Women-in-Prison Gerne genießt, neben einigen anderen, sowohl Beliebtheit bei den Fans, als auch Verachtung und Abscheu bei Kritikern. Sicher, auf den ersten Blick mag ein Film wie SASORI – SCORPION als plumpes, sexistisches Machwerk des japanischen Kinos gelten. Blick man allerdings etwas tiefer in die komplexe Schublade, so wird man schnell feststellen; dies war der Beginn, und fort an richtungsweisender Vorläufer, für heutige, große, Kinoerlebnisse aus am fernen Japan. SASORI – SCORPION ist eine visuell Kunst, brutal und wundervoll gleichermaßen.

Auch wird dem geschulten Augen und klugen Köpfchen nicht der sozialkritische Aspekt entgangen sein. Sexuelle Schändung, Peinigung und Psychoterror regiert den Alltag im Gefängnis. Dies ist keine Fantasie, sondern auch noch heute bittere Realität in den japanischen „Zuchthäusern“, speziell in denen der Frauen. So prangerte Regisseur Shun’ya Itô bereits 1972 skandalöse Zustände an, die bis heute anhalten. Resultierend solcher Umstände, steht der allseits bekannte Spruch: „Mit dem Rücken an der Wand gibt es nichts mehr zu verlieren.“ Diesem Spruch nimmt sich auch Nami, Gefangene #701, an. Geschändet, gepeinigt und erniedrigt, bricht Nami ihre Fesseln, physisch wie auch psychisch, und macht sich auf zu einem blutigen Rachefeldzug gegen das perverse, sadistische Wachpersonal und dem ehemaligen Geliebten, den Polizeioffizier Sugimi.

SASORI – SCORPION dient(e) vielen Regisseuren in der heutigen Zeit als Vorbildfunktion für deren Werke. Am offensichtlichsten bediente sich Tarantino, nicht nur an SASORI, generell am asiatischen Kino. Im Gegenzug muss man aber auch sagen, wenn es einem Film gelingt, nach all diesen Jahren noch immer als Inspirationsquelle zu dienen, dann hat die schaffende Kraft hinter dem Werk es richtig gemacht.

Es gibt viele, gute WIP Filme wie zum Beispiel den Shaw Brothers Klassiker BAMBUSCAMP DER FRAUEN, STRAFLAGER DER GESCHÄNDETEN oder IM CAMP DER GELBEN TIGERINNEN, ganz zu schweigen von den nachfolgenden SASORI Teilen. Dennoch, kein Film erreichte jemals wieder die Klasse vom ersten SASORI Film. Ein Werk das nach über 40. Jahren (!) noch immer zu gefallen weiß. Ein Meisterwerk des asiatischen Exploitation-Genre, für die Ewigkeit!

Author: Dunkelkino
Dunkelkino | Das kontroverse Onlinemagazin

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